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Land fördert technische Lösung zur flexiblen Stromerzeugung durch die Bioenergie Lebrade-Rixdorf GmbH & Co. KG mit 178.440 Euro

Staatssekretärin Dr. Nestle: „Ein Vorbild für die Biogasbranche“

Kiel (agrar-PR) - Für die technische Anpassung einer Biogasanlage zur bedarfsgerechten Energieerzeugung erhält die Bioenergie Lebrade-Rixdorf GmbH & Co. KG (Bio-Rix) vom Land eine Förderung in Höhe von 178.440 Euro.

Staatssekretärin Dr. Ingrid Nestle überreichte heute (18. August) einen entsprechenden Förderbescheid an die Gesellschafter des Unternehmens, Käthe Hirschberg und Matthias Graf von Westphalen.

Das 2011 gegründete Unternehmen will mit diesem Innovationsvorhaben zwei neue Arbeitsplätze schaffen und die bestehenden Arbeitsplätze langfristig sichern.

„Die nachfrageorientierte Produktion Erneuerbarer Energie ist eine der größten Herausforderungen der Energiewende", sagte Nestle. „Wenn Bioenergie Lebrade-Rixdorf eine technische Lösung entwickelt, mit der eine für den Dauerbetrieb ausgelegte Biogasanlage für eine flexible Stromproduktion modifiziert werden kann, ist das ein herausragender Erfolgs- und Wachstumsfaktor und darüber hinaus ein Leuchtturmprojekt für Schleswig-Holstein. Gerade vor dem Hintergrund stark schwankender Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien und hoher Preisdifferenzen am Strommarkt verspricht dieses Projekt positive Effekte."

Bioenergie Lebrade-Rixdorf betreibt eine Biogasanlage mit Blockheizkraftwerk (BHKW), das ca. 4,7 Mio. kWh Strom pro Jahr erzeugt, und versorgt über ein Nahwärmenetz insgesamt 90 Haushalte der Gemeinden Lebrade und Rixdorf und einen landwirtschaftlichen Betrieb zu einhundert Prozent mit Erneuerbarer Energie. Die Anlage läuft zur Grundlastversorgung bisher im Dauerbetrieb und erzeugt dabei zusätzlich durchschnittlich 3 Mio. kWh Wärme pro Jahr. Die Spitzenlastversorgung – der erhöhte Energiebedarf in verbrauchsintensiven Zeiten – wird bisher über eine Hackschnitzelheizung ausgeglichen.

Damit die Biogasanlage in Zukunft bedarfsgerecht Strom produzieren und so auch diese Spitzenlastversorgung übernehmen kann, wird sie vom Dauerbetrieb auf einen intensiven Start-Stopp-Betrieb umgestellt. Eine Standardlösung für diese Art der technischen Anpassung ist am Markt bisher nicht erhältlich. Die notwendigen IT-Lösungen und das Verknüpfungskonzept der Einzelkomponenten werden von Bioenergie Lebrade-Rixdorf in Zusammenarbeit mit den Herstellern der technischen Komponenten Blockheizkraftwerk (BHKW), Gasspeicher, Wärmespeicher und Steuerung, entwickelt und vom Land Schleswig-Holstein gefördert.

Die Bioenergie Lebrade-Rixdorf investiert in den Neubau eines BHKW mit einer Leistung von zwei Megawatt, einen neuen Biogasspeicher mit einem Fassungsvermögen von 15.000 m³, in dem das erzeugte Biogas zwischengespeichert werden kann, sowie einen Wärmepufferspeicher mit einer Kapazität von 1.000 m³, in dem auch die Wärme zwischengespeichert werden kann. Die unterschiedlichen Füllstände der Anlagen werden von Sensoren überwacht.

Die Stromproduktion kann über eine innovative Steuerung jederzeit nach Bedarf so angepasst werden, dass sie zur Versorgungssicherheit beiträgt: „Dieses Projekt kann entscheidend dazu beitragen, dass wir die schwankende Stromproduktion durch Wind- und Sonnenenergie in Zukunft besser ausgleichen können", so Nestle weiter. „Es ist ein Vorbild für die Biogasbranche und hoffentlich ein Impuls für weitere Projekte zur Flexibilisierung der nachhaltigen Energieerzeugung." (wtsh/melur-sh) (Ende / agrar-presseportal.de)
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Energieerzeugung | Ökostrom-Schleswig-Holstein | Biogasspeicher | Bioenergie | Biogasanlage | Ökostromerzeugung | Energiepolitik
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