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Landwirtschaft

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Agrarpolitik

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Vogelsänger: Erlegungsprämie zur Reduzierung der Schwarzwildstrecken in Ostbrandenburg wirkt

Seit Beginn des Jagdjahres 2016/2017 (1. April 2016) gewährt das Brandenburger Agrar- und Umweltministerium – zeitlich befristet für drei Jahre - eine Erlegungsprämie in Höhe von 20 Euro für zusätzlich erlegtes Schwarzwild in den Landkreisen Uckermark, Barnim, Märkisch-Oderland, Oder-Spree, Spree-Neiße und Cottbus.

Potsdam (agrar-PR) - Grundlage für die Berechnungen sind die Streckenmeldungen des Referenzjahres 2015/2016.

Mit diesem Anreiz wollte das Land eine weitere Steigerung der ohnehin hohen Schwarzwildstrecke erreichen, um einerseits Schäden an den Hochwasserschutzanlagen, insbesondere an Deichen, zu reduzieren, aber mittelbar auch als Reaktion auf die sich in Osteuropa ausbreitende, hochinfektiöse Afrikanische Schweinepest.

Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger: „Unsere erste Auswertung der Schwarzwildstrecken legt nahe, dass die Prämie - mit Ausnahme des Barnim - wirkt.

Für das Jagdjahr 2016/2017, dem ersten Jagdjahr mit Gewährung der Erlegungsprämie, zeichnet sich eine der höchsten Schwarzwildstrecken seit Beginn der jagdstatistischen Aufzeichnungen in Brandenburg ab. Landesweit wurden 76.512 Wildschweine erlegt, das sind 8 Prozent mehr als im Jagdjahr 2015/2016.“

In den teilnehmenden Jagdbezirken der fünf betroffenen Landkreise wurden 1.838 Stück Schwarzwild über dem Referenzwert des Jagdjahres 2015/2016 erlegt und prämiert. Lediglich in den Jagdjahren 2002/2003 und 2008/2009 lagen die Streckenergebnisse mit 79.036 und 80.151 Schwarzwild über diesen Werten.

Im Jagdjahr 2012/2013 konnte beim Schwarzwild eine Strecke von insgesamt 71.837 Tieren dokumentiert werden. Nach einem leichten Rückgang der Gesamtstrecke im Folgejahr 2013/2014 mit nur 63.254 erlegten Stück Schwarzwild stiegen die Abschusszahlen seit 2014/2015 wieder leicht an. Im Jagdjahr 2015/2016 wurden insgesamt 70.916 Stück Schwarzwild erlegt.

Obwohl auch im Landkreis Barnim 148 Stück Schwarzwild prämiert wurden, ist ein Streckenrückgang gegenüber dem Referenzwert in Höhe von 537 Stück Schwarzwild zu verzeichnen. Hintergrund hierfür ist, dass nicht alle Jagdbezirke wenigstens die Strecken des Referenzjahres erreicht haben. (mlul-brandenburg) (Ende / agrar-presseportal.de)
Schlagworte
Schwarzwild | Erlegungsprämie | Wildschweinbestand | Wildschweinpopulation-Brandenburg | Schwarzwildstrecken | Jagdjahr | Wildschweinjagd
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